Ernährungsberatung – der Start in die (nebenberufliche) Selbstständigkeit

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Selbstständigkeit als Ernährungsberater

JEDER KANN UNTERNEHMER SEIN

Ich glaube daran, dass man nicht zum Unternehmer geboren sein muss, um etwas zu unternehmen. Jeder kann heute etwas aufbauen, das für ihn persönlich Bedeutung hat, das ihn erfüllter und vielleicht sogar finanziell ein wenig unabhängiger macht. Für diesen Traum musst du nicht kündigen. Es war noch nie so einfach, sein eigenes Ding neben der (eigentlichen) Arbeit zu machen. Ein eigenes unternehmerisches Projekt zu gründen - neben dem normalen Job -, bietet viele Vorteile und Möglichkeiten. Ich zeige dir, was du berücksichtigen solltest, und möchte dir vor allem die Angst davor nehmen.
  

ZUERST DIE FORMALITÄTEN 

Es ist natürlich nicht sexy, sich mit den Formalitäten einer Nebenerwerbsgründung auseinanderzusetzen. Ich möchte dir erklären, wie auch ich diesen Schritt (schon einige Male) gegangen bin. Lass uns damit beginnen, warum du deinen Arbeitgeber einbinden solltest.
  

WAS MEIN ARBEITGEBER WOHL DAZU SAGT?

Jeder Deutsche darf grundsätzlich in seiner Freizeit arbeiten, was er will. Egal, ob er festangestellt oder in Teilzeit arbeitet. Neben seinem alltäglichen Job darf man eine (oder mehrere) weitere Tätigkeit(en) ausüben. Dieses Recht ist so fundamental, dass es sogar im Grundgesetz verankert ist: Artikel 12 garantiert die Berufsfreiheit des Einzelnen. Gleichzeitig sind aber die „berechtigten Interessen“ des Arbeitgebers genauso schützenswert wie die des Arbeitnehmers. Es gilt also, einige Dinge zu beachten. Du solltest deinem Arbeitgeber deine Nebentätigkeit anzeigen und dabei unter anderem folgendes beachten:
- Deine volle Leistungsfähigkeit muss weiterhin gewährleistet sein.
- Zweifellos darfst du während der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nicht für dein Nebengewerbe tätig sein.
- Du solltest nicht mit deinem Arbeitgeber in einen Wettbewerb treten.
- Der Ruf der Firma sollte nicht beschädigt werden.
  

OFFIZIELLE ANMELDUNG   

GEWERBEANMELDUNG ODER FREIBERUFLER?

Im Bereich der Ernährungsberatung wirst du als selbstständiger Ernährungsberater zu den freien Berufen gezählt. Die Ernährungsberatung ist einer erziehenden und unterrichtenden Tätigkeit gleichgestellt. Damit benötigst du keinen Gewerbeschein und bist somit kein Gewerbetreibender – sofern du keine Produkte oder weitere Dienstleistungen zusätzlich verkaufst. Eine Anmeldung beim Finanzamt als Freiberufler ist dann ausreichend.
  

STEUERN

Sofern die Einkünfte aus selbstständiger Arbeit über dem Freibetrag liegen, bist du einkommenssteuerpflichtig. Du musst deine Einnahmen und Ausgaben also im Rahmen deiner Steuererklärung angeben. Eine Umsatzsteuerpflicht ergibt sich erst dann, wenn du die Kleinunternehmerregelung nicht in Anspruch nehmen solltest. Diese empfehle ich aber zum Start auf jeden Fall, da sie die Bürokratie wesentlich reduziert. Die Regelung kommt zum Einsatz, wenn der Jahresumsatz im aktuellen Jahr nicht über 22 000 Euro liegt und im Folgejahr nicht über 50 000 Euro.
  
Da du als Freiberufler kein Gewerbe anmelden musst, bist du auch nicht gewerbesteuerpflichtig und musst nicht Mitglied der IHK oder Handwerkskammer werden. Da es keinen Dachverband mit Zwangsmitgliedschaft gibt, sind gar keine Verpflichtungen zu einer Mitgliedschaft gegeben. Solltest du ein Gewerbe gründen, kommt die Gewerbesteuerpflicht erst ab einer bestimmten Grenze auf dich zu. Der Freibetrag befindet sich laut Gewerbesteuergesetz derzeit bei 24 500 EUR. Wenn dein jährlicher Gewinn unter diesem Betrag liegt, brauchst du keine Gewerbesteuer zahlen.
  

BUCHHALTUNG

Als Freiberufler (und als Kleinunternehmer) bist du nicht voll buchhaltungspflichtig und musst daher keine Bilanz sowie keine Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen. Zur Ermittlung des Gewinns reicht die einfache Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) aus. Diese kannst du bequem im kcalculator vornehmen.
 Schau dir den kcalculator doch ganz einfach mal in den Video Tutorials an.
  

ZUSAMMENFASSUNG

Das soll erst einmal alles gewesen sein. Nochmals kurz zusammengefasst: Sich nebenbei selbstständig zu machen, bietet einige Chancen, es sind aber auch ein paar Formalitäten zu beachten. Die Erlaubnis des Arbeitgebers sollte eingeholt werden und eine Entscheidung bzgl. der Rechtsform getroffen werden: Freiberufler oder Einzelunternehmer (Gewerbeanmeldung). Im Nebenberuf spielen Gewerbesteuer und Umsatzsteuer zunächst häufig keine Rolle (zu wenig Umsatz/Gewinn), du musst lediglich deine Einnahmen und Ausgaben für deine Tätigkeit im Überblick behalten und bei deiner privaten Steuererklärung angeben.

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